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Mexiko - Garten Eden - Baja Divide II

January 21, 2017
















Das Licht ist anders auf der Baja California. Weicher und nicht so farbintensiv und kontrastreich wie in anderen Gegenden der Welt. Ein zartes Licht, dass der Wüste etwas mystisches und Geheimnisvolles verleiht. Irgendwie warm und kuschelig.

Es ist still, friedlich und abgelegen hier draußen. Doch das ist lange nicht alles – denn es ist weit mehr als das.













Am liebsten würde ich einen Liebesbrief an die lange und schmale Halbinsel schicken, in die ich seit kurzem total vernarrt bin, denn sie bietet mir eine einmalige Landschaft.

Die Wüste ist die Gegend in der ich mich generell immer am liebsten aufhalte. Doch diese Wüste hier ist einfach anders und noch außergewöhnlicher als anderswo und somit bauchpinselt sie meine Seele jeden Tag von Neuem.











Garten Eden lag mir sofort auf der Zunge als ich die ersten Cirio Bäume sah. Es fühlte sich an als hätte ich mal eben die Erde verlassen. Es war zu schön um wahr zu sein.















Das Paradies war von nun an für eine Weile mein zu Hause. Besser als jedes 5 Sterne Hotel der Welt. Es war mein alleiniges 1 Millionen Sterne Hotel und das billigste noch dazu.

All die vielen langen Nächte, die ich nun bereits zwischen diesen einmaligen Cirio Bäumen verbringen durfte, gehören definitiv zu den schönsten der ganzen Reise. Ich würde sogar so weit gehen, dass ich sage, es sind die Besten.















Die Leute denken vielleicht, wow wie langweilig ist das denn? Oder wie einsam so ganz alleine. Nein, null einsam und null langweilig. Einsamkeit überfällt mich wenn ich in einem Ort bin, einer Stadt in der ich von Menschen umgeben bin, mit denen ich nichts gemeinsam habe. Wenn ich mich total deplatziert fühle.

Nicht mehr ins Schema passen ist manchmal nicht so einfach zu ertragen. Doch hier draußen wo niemand ist, vermisse ich nichts und es fühlt sich an als wäre ich die glücklichste Person auf Erden.







Fürs Lagerfeuer anzünden braucht man ein einziges Streichholz. Der Geruch des brennenden Kaktusholzes ist zwar nicht so intensiv wie meine geliebte Eukalyptusrinde im Outback in Australien, aber es hat seine ganz eigene Klasse. Zündeln macht auf jeden Fall immer wieder einen Heidenspaß.

Die Nächte sind immer noch kalt. Daunenjacken Temperatur. Doch die Tage wärmen sich schnell auf und sind wirklich sehr gemütlich.

Über was ich mich ziemlich wundere ist das Fehlen von Insekten, Vögeln und Tieren. Keine Echsen, Schlangen – nichts. Ich habe vielleicht gerade mal 20 verschiedene Vogelarten entdeckt und nur einen Kojoten gesehen. Ein paar Streifenhörnchen und sonst nicht mehr viel.



Die Geier sind die Chefs hier draußen und irgendwie hat es was, wenn man das Symbol der alten Wild West Cowboy Filme mal live sehen kann. Ein Geier auf einem Kaktus ist das Bild hier draußen. Jeden Tag.









Das Kochen mit meinem neuen Hobo Kocher läuft wie am Schnürchen. Dauert nicht lange und macht riesen Spaß und ist zu meinem Lieblingsmoment des Tages geworden.

Soja und Nudeln, dazu Tunfisch ist das Essen für mich hier auf dem Baja Divide Trail. Einfach zu transportieren, leicht und lecker und macht zudem sogar satt. Tagsüber esse ich vor allem Trockenfrüchte. Datteln sind mein Favorit. Dazu wenn möglich Bananen, Äpfel und Avocados.

Wasser ist ein Problem. Es gibt schlichtweg kein Wasser. Kaum Farmer entlang des Trails, nahezu kein Verkehr – vielleicht ein Mensch innerhalb von 3 Tagen. Somit niemanden den ich nach etwas Nachschub fragen könnte, sollte es brenzlig werden. 

Mit mindestens 6 Litern starte ich normalerweise in den nächsten Streckenabschnitt und hoffe damit zwei Nächte über die Runden zu kommen. Es langt meistens dafür bereits früh am Abend zu zelten und spät am Morgen loszuradeln. Ich kann mir dadurch genug Zeit nehmen um es auch richtig genießen zu können.





















Vor ein paar Jahren noch konnte ich nicht wirklich nachvollziehen, wenn mir andere Radlerinnen, wie etwa Cyclingcindy oder Cyclingdutchgirl erzählten, dass sie morgens so viel Zeit an ihrem Zeltplatz verbringen und sie eine ganze Stunde brauchen um ihren Kram einzupacken.

Ich war immer in 10 Minuten startklar und wusste nicht was die Mädels da den ganzen Morgen lang machen. Was eine vergeudete Zeit….

Doch genau das mache ich jetzt auch. Ich mache ein Lagerfeuer am Morgen, trinke eine heiße Tasse Tee, fotografiere die aufgehende Sonne, genieße wie die Luft sich langsam erwärmt und wie mir das warme Feuer einen gemütlichen Morgengruß verteilt. Ich studiere meine Karte, singe und rede mit mir selber und gehe auf Entdeckungstour im nahen Umkreis. Stundenlang.

Es ist einfach genial, wenn man hier draußen ist und die ganze Umgebung für sich alleine hat. Zudem bin ich einfach super happy, dass ich die Zeit habe, dass alles so intensiv genießen zu können.

Eines ist klar, Zeitvergeudung ist das garantiert nicht – das ist pure Lebensfreude! Auch ich habe das jetzt verstanden!







Ich hatte etwas Pech mit dem Wetter. Es regnete doch häufiger als ich je erwartet hätte. Die Erde hier verwandelt sich leider ziemlich zügig in eine Matsch-Lehm Katastrophe.

Einmal hat mich der Regen inmitten der Pampa erwischt und ich brauchte einen halben Tag um mich aus dieser Misere wieder zu befreien.









Die Baja California ist ein Paradies für Fotografen. Es ist allerdings auch ein wenig knifflig diese riesigen Cirio Bäume und Riesenkakteen, sowie die Elefantenbäume die zwischen dem ganzen heillosen Durcheinander stehen, interessant zu fotografieren. Aber dieses zarte Licht und die grandiose Kulisse gibt einem einfach tolle Möglichkeiten.















Manche Trail Strecken sind sandig. Sehr sandig sogar.

Doch manchmal kann man zur Not neben dem Weg fahren oder schieben. Allerdings mit dem Risiko von Dornen und Büschen attackiert zu werden. Der Cholla Kaktus ist der schlimmste von allen. Einmal gestreift beißt er sich fest. Sich davon wieder zu befreien ist gar nicht mal so einfach.












Es ist die Wüste – richtig? Aber es gibt hier Stellen, wo man denken könnte, ich habe mein Zelt irgendwo auf einem Rasen in Nordeuropa aufgestellt. Ich lag ein paar Mal morgens in einer Tropfsteinhöhle. Das Zelt war innen und außen patschenass vom Tau. Woher der kam weiß ich nicht. Der Boden muss somit viel Wasser gespeichert haben.

Klamotten brauchen hier oft ewig bis sie trocken sind. Irgendwie seltsam.

















Die Strände sind neben den Kakteen die andere Hauptattraktion der Baja. Die Halbinsel ist wie der Name schon sagt, von Wasser umgeben. Der Pazifik nach Westen und die Straße von Cortez nach Osten. Ich bin kein wirklicher Strandfan, aber diese Strände hier sind Oberklasse.










Doch dazu mehr im „Beach“ blog post – bis bald.



 

Nr. 66 Mexiko - Baja Divide - Ein neues Abenteuer

December 20, 2016












Baja Divide ist ein nagelneuer Trail, der die ganze Baja California im Zickzack durchquert. Auf sandigen und steinigen Pfaden abseits jeglichem Verkehr und asphaltierten Strassen. Ganze 2700 KM lang bis zum unteren Ende der Baja oder genau genommen bis La Paz.

Ich war nicht wirklich super scharf darauf wieder einer roten Linie zu folgen, die sich ein anderer zuvor ausgedacht hatte. Auch wollte ich nicht schon wieder bereits vorher die Info haben, wo genau ich Wasser und Essen bekomme. Doch wie...

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Nr.65 - USA - Prädikat super Radreiseland

November 26, 2016
Meine letzten Kilometer in einem fantastischen Land. 

Aber zuerst ein kurzes Fazit.







Mit dem Prädikat super Radreiseland möchte ich mich die Tage von dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten verabschieden. Der Westen der USA ist eine betörend schöne Gegend, in dem Radfahren einfach irre Spass macht.

Die Weite, die unterschiedlichen Landschaften, die einsamen Strecken und die genialen Camp Möglichkeiten sind spitze. Dazu eine Gegend in der ich mir keine Sorgen machen musste in Schwierigkeite...

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Nr.64 - USA - Great Divide MTB Route

October 15, 2016






Das neue Rad rollte prima. Doch bekam ich schon recht schnell Schmerzen im Nacken und war somit permanent damit beschäftigt meine Sattelposition zu ändern. Doch so richtig viel half das erstmal nicht. 



Was mich richtig nervte war der fehlende Ständer. Surly sieht den Sinn eines Ständers nicht und hat dafür keine Vorrichtung am Rad montiert. Befestigt man selbst einen, gibt Surly auf Schäden keine Garantie. 

Eines ist klar, ich brauche dafür eine Lösung, denn auf Dauer nervt mich das zu ...

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Nr.63 - USA - Juli 2016 - Unfall, Versicherungsdrama, neues Fahrrad

September 7, 2016


Ich sprang auf, Panik überfiel mich. Was war passiert? 

Mein Fahrrad – die blöde Kuh, mit ihrem dicken Auto steht auf meinem Fahrrad. Sie bewegte sich nicht. Keinen Meter. Sie sass wie angwurzelt in ihrem Wagen.  

Ich schrie sie an, “Good job – lady! Falls Dir nicht aufgefallen sein sollte, du stehst auf meinem Fahrrad!” 

Keine Reaktion. Die Frau ignorierte mich. Sprach kein Wort. 

“Fahr endlich von meinem Fahrrad wieder runter”, schnauzte ich sie an. 

Leute kamen herbei geeilt. “B...

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Nr.62 - Kanada - Great Divide - Was ein genialer Trail !!!

August 12, 2016


Die längste MTB Route der Welt – Great Divide – Teil 1 – Banff nach Eureka – der Kanadische Teil

Bereits vor vielen Jahren setzte ich diesen Trail auf meine To-do Liste. 4500 KM und etwa 60.000 Höhenmeter sind es von Banff immer entlang der Wasserscheide, der Continental Divide, bis zur Mexikanischen Grenze. 

Die Strecke durchquert die Staaten BC und Alberta auf Kanadischer Seite, sowie Montana, Idaho, Wyoming, Colorado und New Mexiko auf US Seite. 



Dazwischen überquert der Weg die Wa...

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Nr.61 - Kanada - Juni 2016 - Britisch Kolumbien - Wo bitte geht es hier zur Wildnis?

July 31, 2016


Kanada ist ein Outdoor-Paradies, richtig? So jedenfalls hörte ich das immer. Und laut dem ein oder anderen Kanadier ist British Columbia der tollste Flecken der Erde. Das steht schlieβlich auch so auf manchen Verkehrs- und Nummernschildern.

Okay, lassen wir das mal so hingestellt sein, denn bekanntlich hat ja jeder seine eigene Meinung zu diversen Dingen.

Ich stand in Prince Rupert am Hafen und wusste nicht wo ich nun hin radeln sollte. Alaska oder nicht Alaska? 

Die Touristensaison war mittle...

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Nr.60 - Kanada - Mai 2016 - Haida Gwaii - Das kleine Insel-Paradies im Pazifik

June 8, 2016








Haida Gwaii wird auch als die "Kante der Welt" bezeichnet, denn westlicher geht es in Kanada nicht mehr. Bis vor einigen Jahren hat die Inselgruppe noch Queen Charlotte geheissen, doch nun wurde die Insel in Haida Gwaii umbenannt. „Land der Haida“, denn die Ureinwohner die hier leben sind die Haida.

Haida Gwaii zieht besondere Charaktere an. Nicht nur Holzfäller und Fischer haben sich hier breit gemacht, nein auch Künstler, Aussteiger, Ausländer und Geniesser findet man hier. Die Haida ...

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Nr.59 - Kanada - April 2016 - Eine Krise holt mich ein

May 24, 2016






Was war plötzlich los mit mir? Oder hatte ich das Gefühl schon eine ganze Weile und wollte es mir nur nicht eingestehen? Ich war nicht mehr die Heike, die sich freute und gerne quälte um die nächste Bergetappe zu überwinden und den Ausblick zu geniessen. Ich war auch nicht mehr richtig fähig langweilige small talks zu halten.

Ich hatte keine Lust mehr mich immer wieder anzupassen, höflich zu sein und zudem mich von irgendwelchen Haustieren abschlecken zu lassen, die mir in Hausfluren e...

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Nr.58 - USA - März'16 - Eine fantastische Zeit im Westen der USA

April 12, 2016








Wer oder was sind eigentlich Amerikaner?

Diese Frage beschäftigte mich nun seit Monaten. Eine Antwort habe ich darauf allerdings nur bedingt gefunden, denn Amerikaner sind so unterschiedlich und so gespalten in ihrer Denkweise wie es krasser kaum sein könnte. 

Die Konservativen neben den Liberalen. Cowboys, Veganer, Junk Food Liebhaber, Sportskanonen oder Dicke. Die, die ihr Land vergöttern und nur von LA bis NY die Welt erleben und die anderen, die sich für ihr Land sogar richtig schämen....

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Nr.57 - USA - Feb'16 - Nevada - Winter Radreise im Niemandsland

March 17, 2016
Cathedral Gorge Valley State Park besticht durch schöne Felsformationen wie überall hier in der Gegend. Man denkt es kann eigentlich keine weiteren Felsstrukturen mehr geben, doch jede Ecke hat wieder eine neue Faszination aufzuweisen und so auch dieses Gebiet. 







Dawn, die Rangerin des Parks war völlig begeistert darüber, dass ich den Park auch im Schnee mit dem Rad besuchen komme. 1$ zahlt man hier als Radler – anstelle wahnsinnige 15$ im Zion NP.

Die extremen Eintrittspreise bei den Nati...

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Nr.56 - USA - Jan'16 - Utah - Abenteuer entlang gigantischer Felsformationen

February 21, 2016






Nun war ich also wieder in den USA und fragte mich wie es denn jetzt weiter gehen soll.  
Alaska war mein nächstes Zwischenziel, doch bis dorthin war es ein weiter und kalter Weg. 

Nachdem ich bereits die ganze Strecke durch Arizona geradelt war, kam ich zu dem Entschluss,
dass ich versuchen werde irgendwie wieder an den Ausgangspunkt Flagstaff zu gelangen,
um mich von dort in Richtung Norden durchzuschlagen. Eine Strecke doppelt zu radeln finde ich
sowieso ziemlich langweilig.

Auf dem Weg zum ...

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Nr.55 - USA - Dez'15 - Arizona - Radfahren im Kaktusland

January 11, 2016








Payson empfing mich mit einer Übernachtung im Kinosaal, denn ich kam bei warmshowers
Gastgebern unter und die hatten ein eigenes Kino im Haus. Es gab Reste vom
„Thanks Giving“ Essen, zusammen mit einer anregenden Diskussion über die Welt. 

Weltoffene, wohlhabende Amerikaner, die selber bereits viel gereist sind. Immer wieder
spannend solche Unterhaltungen.



In einem Laden kaufte ich ein und wunderte mich, dass die Nudeln anstelle 1.39 $ in der
Kasse mit 2.78 $ erschienen und ich meinte zum...

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Nr.54 - USA - Dez'15 - Arizona Trail mit einem bepackten Reiserad

December 31, 2015




Nun stand ich also am Start des Arizona Trails. Oder sagen wir besser an meinem
Startpunkt des Arizona Trails, denn eigentlich geht der Trail an der Grenze zu Utah los
und durchquert den kompletten Staat Arizona bis zur Mexikanischen Grenze.
800 lange Meilen durch die Wildnis.







Nachdem allerdings der Grand Canyon sozusagen „im Weg“ liegt und das Rad im
Canyon den Boden nicht berühren darf, gab es für mich mit einem schwer bepackten
Reiserad keine andere Möglichkeit, als eben am Südrand ...

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Nr.53 - USA - Mit dem Rad auf der Route 66, Flagstaff und dem Grand Canyon

December 14, 2015






Auf der Route 66, bei Roy’s Café wurde ich von einem älteren Herrn mit Knarre
am Gürtel sehr liebenswürdig begrüßt. Willkommen im Wilden Westen, dachte ich innerlich.



„Aus meinem Hahnen kommt leider nur Salzwasser. Aber hier nimm Dir so viele
Wasserflaschen aus dem Regal wie Du brauchst. Jemand der bei dem brutalen Wind
da draußen mit dem Rad unterwegs ist, bekommt meine vollste Unterstützung“
meinte er zu mir.

„Oh prima, ganz lieben Dank!“.



Keine 100 m weiter sehe ich einen al...

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Nr.52 - USA - Kalifornien - Radeln in der Wüste Kaliforniens

November 5, 2015










Was ein Spektakel !







Der Himmel atemberaubend ! Es blitzte und donnerte und die Welt schien unterzugehen.
Ein heiden Spaβ in der Wüste und ich mittendrin!
Farben so intensiv wie kaum je zuvor – ein Naturschauspiel aller erster Sahne ! 





Doch alles ersteinmal der Reihe nach !

LAX Flughafen. Welcome to the United States - warf mir der wohl attraktivste
Amerikanische Präsident, den die Nation je hatte, mit einem süβen Grinsen entgegen.
Das Bild stammte allerdings aus der Anfangsphase seiner A...

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Nr. 51 - Japan - Honshu - Japaner sind anders

October 13, 2015






Ich war nun in der Japanischen Zivilisation und musste mich erst einmal an die vielen Menschen gewöhnen, auch wenn ich natürlich noch bei weitem nicht in irgendeiner Groβstadt war. Aber mir langte der Trubel bereits, mehr muss es gar nicht sein.



Matsumoto ist bekannt für sein Schloβ. Edel thront es inmitten eines kleinen Teiches.

Doch was mich in Matsumoto viel mehr begeisterte war die Tatsache, dass ich mehr Touristen an einem Nachmittag traf, als in den ganzen 10 Wochen insgesamt, die ic...

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Nr.50 - Japan - Sept. 2015 - Honshu - Regen, Wald und viele Berge

September 21, 2015




Es regnete weiterhin. Non stop. Jeden Tag aufs Neue. Es gab wirklich keinen einzigen Tag
ohne Regen. Doch war es weiterhin warm und ich musste irgendwie vorwärts kommen
und somit trat ich eben wieder einmal in die Pedale. 

Natürlich suchte ich mir wie immer die Bergwelt aus. Es ging also weiterhin hoch und
wieder runter. 
1000 Höhenmeter am Tag sind es mindestens. Aber jeder Meter lohnt sich,
es ist herrlich hier drauβen.



Auch der Norden Honshus ist weiterhin eine abgelegene Gegend. Jede Men...

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Nr.49 - Japan - August 2015 - Ich liebe Hokkaido

September 11, 2015








Leider kam immer mehr Regen. Es regnete nun wirklich jeden Tag. 
Eigentlich bin ich durchgehend in nassen Klamotten unterwegs. Doch bei 30 Grad wird
es einem nie kalt.







Ich versuchte somit jeden Abend einen trockenen Zeltplatz zu finden, da ich es einfach
nicht mag ein Zelt patschnass einzupacken, oder die ganze Nacht lang den Krach des
Regens auf dem Zeltdach mit anzuhören. 

So kam es an diesem Abend, dass ich mich in eine Tiefgarage eingeschlichen habe
und mir so gar nicht sicher war, ob das e...

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Nr.48 - Japan - Juli 2015 - Wunderschönes Hokkaido

September 5, 2015






Am Hafen in Wakkanai, an der Nordspitze der nördlichsten Japanischen Insel Hokkaido,
wurde mein komplettes Rad desinfiziert und meine Taschen gründlich gewaschen,
bevor ich das Rad von Bord nehmen durfte. 

90 Tage darf ich in Japan bleiben. Wenn ich möchte, kann ich die Aufenthaltsdauer sogar
um weitere 90 Tage verlängern. Somit werde ich mir ausgiebig Zeit gönnen und den
Stressfaktor etwas runter schrauben.



Freundlichkeit ist der erste Eindruck. Unheimlich liebe Menschen umgeben mich.
Her...

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Nr.47 - Russland - Juni 2015 - Wildnis, Bären, Insel Sakhalin

August 23, 2015


Die Landschaft war weiterhin einfach nur schön gewesen. An einem reissenden Fluss
machte ich lange Pause. Endlich hatte es keine Insekten mehr und ich war mit mir
und der Welt zufrieden. Ich hatte plötzlich wieder dieses wahnsinns Freiheitsgefühl,
welches ich immer bekomme wenn ich in der Natur bin. Ich fühlte mich plötzlich
einfach pudelwohl.







Nach etwa 60 km kam eine Baustelle und die wollte kein Ende nehmen. Groβe Steine
und viel Staub und lauter nette Arbeiter, die sich immer wieder n...

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Nr.46 - Russland - Juni 2015 - Das Abenteuer geht weiter....

August 21, 2015

Ich fuhr bei Sonnenschein weiter und hatte die Stadt ein Glück schnell hinter mir gelassen.
An einem kleinen Cafe machte ich Pause. Ein besoffener LKW Beifahrer pöpelte mich
kurz an, aber ein anderer Mann kam mir zu Hilfe und verjagte ihn.



Die freundliche Bedienung dagegen versüβte mir meinen neuen Start sehr. Sie schenkte
mir ein so herzliches Lachen, dass ich mich einfach nur irre über ihre Zuneigung freute.
Sie sprach ein wenig Englisch und meinte, ich sei die zweite Ausländerin, die ...

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Nr.45 - Russland - Juni 2015 - Abenteuerland

August 9, 2015
Die Überfahrt war ruhig – ein Glück. Ich schlief auf dem Deck und liess mir den 
Wind um die Ohren blasen, was mir viel lieber war, als mir mit 10 Koreanern das 
Zimmer zu teilen. Ich hatte keine Lust mehr auf Koreaner, zudem bin ich eine 
Frischluft Fanatikerin und schlafe eh am liebsten draußen.

Die Besatzung waren Filipinos. Unheimlich liebe Leute, was mir schon so oft 
aufgefallen ist. Egal wo sie als Hilfsarbeiter arbeiten, sie sind immer freundlich 
und lebensfroh. Sicherlich auch eine N...

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Nr.44 - Korea - Mai 2015 - Irgendwie ein seltsames Land

July 15, 2015






Es wurde endlich wärmer und die Natur explodierte geradezu. Ich entdeckte viele
Vogelarten, die auch bei uns heimisch sind. Der Kleiber, Grün – und Rotspecht
und sogar den Eichelh
äher konnte ich in einem National Park entdecken.

Die Pflanzen sind ebenso vielfach gleich und daher bekam ich seit zwei Jahren
wieder einmal Heuschnupfen, der mich eine Weile aus der Bahn schmiss.









In einem Jimjilbang nahm ich eine Pause vom Niesen und blieb dort zwei Tage.
Auch hier wurde ich wieder von einer fre...

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Nr.43 - Korea - April 2015 - Das etwas andere Land

July 13, 2015






Am Flughafen wurde ich von Brad abgeholt. Brad hat bei facebook eine
Gruppe „Korea by bike“ und wir waren seit einiger Zeit in Kontakt. Ich freute
mich sehr darüber, dass er sich die Mühe machte mich abzuholen. Der Flughafen
liegt auf einer Insel und die Straßen sind für Radler gesperrt, somit nahmen wir die
U-Bahn und ließen uns direkt zu ihm nach Hause bringen. 





Die U-Bahn in Korea ist spottbillig. Eine Fahrt einmal quer durch Seoul kostet kaum mehr
als einen Euro, bedenkt man, dass...

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Nr.42 - Taiwan - April 2015 - Die Bergwelt der Insel

June 29, 2015







Nach den Strapazen des Vipassana Kurses fuhr ich richtig befreit weiter und stoppte als
erstes im 7- Eleven und gönnte mir ein Eis.



Ich übernachtete an diesem Abend in Taichung, mitten in der Stadt und zwar im 
Stadtpark. Eigentlich wollte ich mir zur Vipassana Belohnung ein gemütliches Bett 
in einem kleinen Hotel leisten, doch die Hotelpreise waren einfach viel zu hoch 
und so zeltete ich am Ende doch.


Das Geniale hier in Taiwan ist einfach, dass man überall unbesorgt zelten kann. 
Das find...


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Nr.41 - Taiwan - Vipassana Meditations Kurs - oder wie fühlt sich ein Tiger im Zoo ?

June 13, 2015


Vor Monaten hatte ich mich schon bei einem Vipassana Meditationskurs in Taichung angemeldet. Ich war allerdings auf der Warteliste gestanden, doch dann kurz vor Kursanfang, bekam ich per Mail die Zusage. 

Viele werden nun denken, warum ich denn meditieren wolle, das würde ich doch sowieso immer den ganzen Tag automatisch machen, während ich stundenlang vor mir her strample.
Stimmt, aber ich habe den Kurs von insgesamt 4 anderen Langzeitradlerinnen empfohlen bekommen und so war ich einfach neu...

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Nr.40 - 14.Mai 2015 - Taiwan - Radler Paradies

May 4, 2015



Ich folgte weiter der Ostküste und fuhr an schönen Buchten und idyllischen Fischerdörfern
vorbei. Zeltete immer wieder am Strand oder auf kleinen Aussichtstürmen und genoss das
Leben in vollen Zügen. Ich hatte richtig gute Laune und erwiderte jedes Lächeln was mir
geschenkt wurde mit einem breiten Grinsen und einem herzlichen „Ni Hiao“.


Radfahrer riefen mir immer wieder:“Go Go Go“ zu und waren alle richtig gut drauf. Es ist
wahnsinn wie sehr so eine positive Stimmung einer Nat...


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Nr.39 - 4.Mai 2015 - Taiwan - Herzliche Menschen

May 4, 2015
Ich war keine Sekunde auf der Insel und hatte mich in das Land bereits verliebt. 



Kurz hatte ich Bedenken gehabt, da ich offiziell über die Häfen mit meinem vorläufigen
Pass gar nicht hätte einreisen dürfen. Doch der Grenzbeamte gab mir ohne weitere
Fragen eine 90 Tage Aufenthaltsgenehmigung und hiess mich im Land herzlich willkommen. 



Und genau so fühlte ich mich auch. Ich sah nur fröhliche Menschen, jeder strahlte
mich an und rief mir ein herzliches „Ni Hao“ zu.
 



Die Sonne schien, e...

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Nr.38 - 22.04.2015 China - es bleibt schwierig !

April 22, 2015


Yangshou schockierte mich dann ersteinmal. Selbst jetzt im Winter war hier die Hölle los.
Party, Kneipen, Halli Galli und irre viele Chinesische Touris. Hohe Preise und alles andere
als eine schöne, natürliche Idylle inmitten von Reisfeldern, die ich eigentlich erwartet hatte.



Auch hatte ich immer wieder erlebt, dass hier die Chinesen beschummeln,
etwas was ich zuvor so nicht erlebt hatte. 




Das kleine Zimmer, das ich fand hatte ein Glück einen AC, den man auch als Heizung
nutzen konnte und ...

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