Rumaenien praesentierte sich Anfangs ersteinmal nass und kalt. Die Menschen dagegen warmherzig, offen und neugierig.

    

Das Land ist moderner als ich es erwartet hatte, obwohl es in vielen Haeusern noch kein fliessendes Wasser gibt und der Brunnen und das Klohaeuschen im Garten stehen, sind Lidl und Penny, sowie dicke Autos ueberall praesent.

Trotzallem aber gibt es die idyllischen Ecken noch, in denen Pferdekarren die Pisten entlang kutschieren und der Tante Emma Laden nur ein winziges Sortiment im Laden stehen hat.

   

Fuer mich persoenlich hat das Land fuer Radfahrer zu viel Verkehr. Es gibt zu wenige Alternativrouten um die verkehrsreichen Strassen zu umgehen und wenn dann landet man oftmals gleich auf einer kaum zu erkennenden Piste.

    

    

Nachdem ich mich die ersten 2 Tage von den Strapazen der Ukraine erholen musste, besuchte ich anschliessend einen Friedhof der ganz besonderen Art. Die Holzkreuze der Verstorbenen werden hier quietschebunt mit deren Berufen oder besonderen Ereignissen ihres Lebens bemalt. Auf mich wirkte er sehr liebevoll und freundlich, nicht so Trist und unheimlich wie Friedhoefe sonst so sind.

Es ging weiter durch die huegelige und laendliche Gegend der Provinz Maramures. Viele Holzhaeuser, riesig und praechtig dekorierte Holztore sowie jede Menge Holzkirchen, die aus meiner Sicht heraus nicht ganz so beeindruckend waren wie die in Polen. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich nun bereits zu viele davon gesehen hatte.

    

    

Die beruehmten Kloester in der Provinz Bukovina musste ich mir ersteinmal hart erkaempfen, denn es liegen ein paar laengere Paesse zwischen den mit wunderschoenen Fresken bestueckten Klosterkirchen. Die Anstrengung wird hier somit durchaus auch landschaftlich belohnt, kulturell kommt man sowieso voll auf seine Kosten.

    

    

    

    

Ich hatte meinen ersten Platten. Bedenkt man dass ich die Reifen bereits zuvor auf anderen Radreisen verwendete und ich somit etwa 10.000km pannenfrei damit geradelt bin, kann ich nur sagen, super, danke Schwalbe, die Reifen sind einfach genial.

Gezeltet habe ich diesmal oft in Rohbauten. Sie bieten ebene, trockene Flaechen und sind ueberall zahlreich zu finden. Selbst hier wird man ab und zu von Nachbarn mit Essen versorgt, doch meistens koche ich selber. Es gibt ueberall frisches Gemuese fuer wenig Geld.

    

Es wird Zeit weiter zu kommen. Auf nach Bulgarien.


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