Akropolis und Co waren schnell abgehakt und haben mich auch nicht wirklich beeindruckt.

Mein warmshower Gastgeber Dimitris in Athen verstand seine Gastgeber Rolle perfekt.
Ich wurde rundum mit Leckereien und Infos versorgt und durfte mich zudem fühlen wie daheim.

Wenn ich mir die Strecke auf der Weltkarte so anschaue erscheint die bisher zurückgelegte Strecke winzig im Vergleich zu dem was bis Australien noch vor mir liegt.Früher dachte ich immer die Welt sei klein, doch das ist sie wirklich nicht wenn man sie sich erstrampeln muss.

Ich schickte meine Kamera zum Service nach Deutschland in der Hoffnung sie schnell wieder zu bekommen, doch leider täuschte ich mich da sehr. Doch dazu später mehr.

Mit der Fähre ging es von Pireaus zur Insel Hios und weiter nach Cesme in der Türkei. Das 13.Land auf meiner Reise und ein Land in dem ich länger bleiben werde, allein schon auf Grund der Größe.

Ich genoss von Anfang an die sehr leckere türkische Küche sowie die gastfreundlichen Türken die einem überall das Gefühl vermitteln willkommen zu sein.

In jedem Dorf steht einem Gast ein Raum direkt neben der Moschee zur Verfügung. Oftmals staubig und sehr heruntergekommen, aber trocken und zudem kostenfrei. Trotzallem etwas gruselig, ist man doch ganz alleine in einer fremden Welt in einem „Haus“ oder „Raum“ den man nicht mal abschliessen kann. Netterweise brachte meistens jemand ein leckeres Abendessen oder Frühstück, oder zumindest einen cay (Tee) vorbei.

Eines späten Nachmittags hatte ich ein unschönes Erlebnis. Ein Mopedfahrer verfolgte mich und nervte mich, drehte seine Runden um mich und haute mir sogar während der Fahrt auf den Hintern. Schlussendlich schmiss ich mit Steinen nach ihm und brüllte ihn an er solle verschwinden, doch das stachelte ihn noch mehr an und er rief per handy seine Kumpels. Aus einem wurden vier. Ein Glück kam bald ein Abzweiger und ich konnte in ein Dorf verschwinden.

Manchmal hat es halt auch Nachteile eine Frau zu sein, doch bisher habe ich sehr davon profitiert, denn ich denke ein Mann wäre lange nicht so oft eingeladen worden wie ich.

Eines Abends hatte ich auch mal wieder Besuch von der Polizei. Der Dorfchef kontaktierte sie weil es ihm wohl nicht passte dass mich eine Familie zu sich nach Hause einlud. Ich sollte meinen Ausweis zeigen und musste ein paar Fragen beantworten und irgendwann waren sie auch wieder verschwunden.

Landschaftlich passierte bis Kappadokien nicht viel. Stattdessen viel Verkehr und Langeweile.
Kurz vor Konya traf ich zwei Schweizer mit denen ich ein paar km radelte.

In Konya wollte ich eigentlich meine Kamera bei einer Hoteladresse abholen, doch leider lag die Kamera noch im Zoll in Istanbul und der Versand verzögerte sich. Zollgebühren fielen an weil Canon einen zu hohen Warenwert angegeben hatte.

Bei Huseyin, einem warmshower Gastgeber in Konya, traf ich Rafael. Ein netter Spanier der zur gleichen Zeit losgefahren ist wie ich. Sein Ziel heisst Nepal. Seit Konya sind wir nun gemeinsam unterwegs. Er hat in etwa das gleiche Tempo und den gleichen Rhythmus, sowie die gleichen Reisepläne. Mal sehen wie lange wir zusammen radeln werden, ich bin jedenfalls froh eine Zeit lang Begleitung zu haben.

Kappadokien kannte ich bereits, doch auch diesmal beeindruckte es mich sehr. Zum Sonnenaufgang verzaubern unzählig viele Heissluftballons die Stimmung und während des Tages wandert oder klettert man durch die Felsenwelt.



Nach einem ewigen hin und her mit UPS und Canon und nachdem Canon die Zollgebühren bezahlte konnte ich nach mehr als 3 Wochen meine Kamera in Goereme / Kappadokien wieder entgegen nehmen. Alles in allem eine super nervige Prozedur. Leider habe ich deswegen von der ersten Zeit in der Türkei keine Bilder.



Wir wollen nun weiter nach Nemrut Dagi, Mardin und Lake Van und sind etwas unter Zeitdruck denn der Winter naht.

Ich bin gespannt wie der Osten des Landes sein wird.

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