Nun stand ich also am Start des Arizona Trails. Oder sagen wir besser an meinem Startpunkt des Arizona Trails, denn eigentlich geht der Trail an der Grenze zu Utah los und durchquert den kompletten Staat Arizona bis zur Mexikanischen Grenze.

800 lange Meilen durch die Wildnis.

Nachdem allerdings der Grand Canyon sozusagen „im Weg“ liegt und das Rad im Canyon den Boden nicht berühren darf, gab es für mich mit einem schwer bepackten Reiserad keine andere Möglichkeit, als eben am Südrand des gigantischen Canyons zu starten. Ich schummelte also in etwa um 100 Meilen.

Ich bildete mir ein einigermassen für den Trail gerüstet zu sein.

Ron aus Flagstaff hatte mich mit super Kartenmaterial und einem Buch zum Trail ausgestattet.

Er schenkte mir eine warme Daunenjacke sowie eine Softshell Hose und gab mir zudem noch sein altes iphone damit ich ihn jederzeit anrufen könnte, falls ich Hilfe brauche. 

Genial, ganz lieben Dank nochmal für alles lieber Ron!

Das iphone fand ich persönlich ja etwas überzogen. Ich habe seit 2,5 Jahren kein Telefon und dachte innerlich, ach das passt schon alles, warum sollte ich ihn anrufen müssen? Doch dazu später mehr.

Bepackt mit Essen für 5 Tage, etwa 7 Liter Wasser und jeder Menge Vorfreude machte ich mich also auf den Weg in ein neues Abenteuer, nicht wirklich wissend was da nun auf mich zukommen wird.
 

Eigentlich war das einzigste was ich wusste, dass es 700 Meilen durch die Pampa nach Mexiko gehen wird und es ab und an irgendwo Wasser und auch mal einen Laden geben wird. Das Buch hatte alle Versorgungstellen aufgeführt, somit konnte ja also nichts mehr schief gehen. Dachte ich jedenfalls.

Die erste Nacht verbrachte ich nicht weit weg von Tusayan, ein kleiner Ort in der Nähe des Grand Canyon, irgendwo versteckt im Wald. Ich genoss seit Russland mein erstes Lagerfeuer und freute mich riesig über die kuschelige Wärme des Feuers. 

Kojoten heulten in der Ferne, sternenklare Nacht, das Feuer knisterte und ich las das Buch von M&M über den Zweiten Weltkrieg zu Ende.

Zugegebenerweise ist es schon auch immer wieder etwas gruselig, wenn ich so ganz alleine im Wald bin und es überall irgendwelche Geräusche hat. In der Stille der Nacht hört man eben jede Tannennadel fallen und manchmal frage ich mich schon – oops, was war das? Doch Angst habe ich kaum noch – die ging ein Glück irgendwo in den Weiten der Asiatischen Welt verloren – man kann das lernen. 
 

Kalt war es. Eiskalt. Und als ich mich in mein kuscheliges Zelt legte und noch etwas trinken wollte, musste ich leider feststellen, dass mein Wasser bereits komplett gefroren war. Anfängerfehler.

Der Weg schlängelte sich Anfangs wunderschön entlang einsamer, kleiner Pfade durch den Wald. Doch schon bald wurde aus dem riesigen Spass leider matschiger Ernst. Der Boden war von der Nacht bereits wieder aufgetaut und der Lehm war so klebrig, dass ich wirklich alle 20 m anhalten musste um mein Rad vom Schlamm zu befreien.

Die ersten Kilometer fand ich es noch lustig und dachte mir nicht wirklich was dabei. Die Kombination Lehm und Tannennadeln war allerdings wirklich heftig. Der Zwischenraum von Rad und Rahmen war pausenlos blockiert. Da half auch das aushängen der Bremsen und des Schutzbleches nichts. Das Zeug klebte wie Zement. 
 

Ich schaffte in 6 Stunden nicht mehr als 20 Kilometer und als es immer mehr anfing zu schneien stellte ich zwangsweise mein Zelt auf.

 
Der Winter hatte mich erwischt. 
 

Es schneite und stürmte ohne auch nur einmal aufzuhören. Der Wind tobte so heftig in den Baumkronen um mich herum, dass ich wirklich ein mulmiges Gefühl bekam. Kälter wurde es zudem auch noch und der nächste Tag sah leider nicht besser aus und somit verbrachte ich eine weitere Nacht am gleichen Platz.
 

Eigentlich wollte ich ja, als ich in Japan bei heissen 35 Grad nur geschwitzt habe, nicht nach Los Angeles fliegen, sondern den Winter in Kanada verbringen. Leider ist es ja bekanntlich so, dass man immer genau das Gegenteil haben möchte von dem was man gerade hat und sich dabei gar nicht vorstellen kann wie kalt so ein Winter in Kanada bei minus 35 Grad wirklich sein kann.

Es hatte gerade mal minus 10 Grad und ich dachte zurück an Japan und fragte mich was mir da eigentlich in den Sinn kam und wie gemütlich doch im Nachhinein +35 Grad sein können.
 

Wie sagt man so schön im Englischen: The grass is always greener on the other side.

Ich stellte zum ersten Mal fest wie enorm viel Schnee man schmelzen muss um einen Topf mit Wasser gefüllt zu bekommen. Irgendwie kam ich mir vor wie der absolute Wildnisanfänger, zumal ich das Wichtigste vergessen hatte zu besorgen, nämlich eine Thermoskanne.

Alles war kalt und nass. Mein Zelt hatte sich morgens in ein Eiszelt verwandelt und so richtig super fand ich es irgendwie nicht mehr. Doch der Tag brachte Sonnenschein. Aus den minus 10 Grad wurden schnell Plusgrade und meine Stimmung war schon bald wieder im grünen Bereich.

Leider brauchte ich allerdings sicherlich noch 1 Stunde um den festgefrorenen Lehm vom Fahrrad zu befreien um damit das Rad wieder zum Rollen zu bringen. Der Pfad war natürlich verschneit, aber ich fand den Weg leichter als erwartet und auf dem Schnee rollte es sich deutlich besser als zuvor im Matsch.

 

Irgendwann war endlich meine erste im Buch als verlässliche Wasserstation markierte Stelle erreicht – doch der Tank war leer. Ich hatte absolut keinen Tropfen Wasser mehr und hatte kurz etwas Bedenken, fand aber dann die Möglichkeit von einer leer stehenden Hütte im Wald das Schmelzwasser aus der Regenrinne aufzufangen.

  

 
Der Schnee schmolz irre schnell und mit dem zusätzlichen Gewicht des Wassers und den nun noch matschigerem Pfad ging nun gar nichts mehr. Es war schlichtweg nicht  möglich das Rad durch den Wald zu schieben. 
 

Ein Glück passierte ich eine Forststrasse und blieb nun auf der Alternativroute, denn auch mein Essen ging langsam zu Ende und ich war gerade erst mit der 1.Passage durch und hatte noch 3 weitere vor mir um den ersten Laden zu erreichen.

 

Auch die Forstrasse war matschig, aber es hatte keine Tannennadeln und somit war das Anfangs ein Klacks gegen das zuvor im Wald. Doch ein paar Meilen später änderte sich die Bodenbeschaffenheit wieder und ich stocherte erneut pausenlos den Lehm aus den blockierten Ecken des Rades heraus.

 
Genervt wie ich war, stellte ich mein Rad leider am Abend wieder total verschlammt neben  dem Zelt auf und hatte die ersten Morgenstunden, bei denen der Boden noch gefroren gewesen wäre und ich somit hätte ein paar Meilen schaffen können, leider damit zu tun, das Rad wiedereinmal zum Rollen zu bringen. Es ist unglaublich wie lange es dauert gefrorenen Matsch von einer ausgehängten V-Bremse zu befreien.

Mit patschnassen, eiskalten Turnschuhen, ohne Frühstück aber neuer Kraft stellte ich mich wieder der Piste. Den Trail hatte ich ja bereits lange verlassen. Doch kam ich an dem Tag genau eine Meile weit, dafür brauchte ich bestimmt 2 Stunden.

Als dann mein geliebter, sensationeller Ständer der mir die letzten 2.5 Jahre treu zur Seite stand auch noch abbrach und im Schlamm versank und nicht mehr auffindbar war, hatte ich die Nase voll.

 
Ich sah auch keinen Ausweg. Es wären bis zum nächsten Laden noch etwa 60 Meilen gewesen und bisher hatte ich vielleicht 30 Meilen geschafft und die Situation wurde ja  immer schlimmer. Kein Mensch weit und breit – kein Auto – keine Zivilisation. Kurz dachte ich daran einen anderen Weg in Richtung Hwy zu wählen, aber auch das wären 20 Meilen bis zur Teerstrasse gewesen. 
 

Wie durch ein Wunder gab es in der Ecke sogar Handy Empfang und ich rief Ron an und sagte: „Das hat keinen Sinn, wenn Dein Angebot noch stehen sollte, würde ich mich riesig freuen wenn Du mich abholen würdest.“
 

Ron kam und kam nicht. Die Batterie meines Handys war leider alle gewesen, ich konnte ihn somit nicht anrufen und fragen ob er vielleicht meine Wegbeschreibung irreführend fand oder ob er irgendwo im Schlamm versunken ist. Schlussendlich schob ich das Rad die eine Meile wieder mit Krampf zurück zur letzten Kreuzung und hörte irgendwann in der mittlerweile stockdunklen Nacht eine Autohupe und jemanden rufen. 
 

Er hatte sich extra einen 4x4 pick-up von seinem Schwiegersohn ausgeliehen um nicht im Schlamm stecken zu bleiben. Auf dem Beifahrersitz warteten Bananen, Schokolade und Cola auf mich und ich war so froh, dass er den Weg zu mir gefunden hatte. 
 

Zurück in Flagstaff befreite ich mein Rad vom Schlamm. Und obwohl ich meine vordere Radnabe zuvor gerade zusammen mit der hinteren Radnabe und einem neuen Ritzelpaket habe warten lassen, musste ich die Nabe nochmals aufmachen und neu schmieren und die Kugeln vom Dreck befreien, weil der ganze Matsch überall schleifte. 
 

Eine Woche wartete ich auf trockenere Bedingungen und versuchte dann erneut den Trail unter die Räder zu nehmen. Diesmal eben südlich Flagstaffs. Doch ich drehte gleich nach 500m wieder um, weil ich für den einen Kilometer wieder eine Stunde gebraucht hatte.

 
Ich fuhr zurück auf die Teerstrasse und beugte mich der Empfehlung von Ron mindestens bis zum Ort Pine auf der Teerstrasse zu bleiben um von dort auf niedrigerer Höhe mit  höchstwahrscheinlich weniger Matsch konfrontiert zu werden. 
 

Die Landschaft war bezaubernd und ich konnte sie nun auch erstmals wieder geniessen. Kaum Verkehr auf der Strasse, viel Weite allerdings leider auch viel Wind. Doch kam ich endlich wieder vorwärts. 
 

Wie immer war leider wieder einmal die ganze Gegend eingezäunt. Kuhzäune um das Vieh von der Strasse fernzuhalten, aber eben auch nur äusserst selten mal ein Tor im Zaun um von der Strasse weg eine Zeltstelle zu finden. Schlussendlich kam ich an einer Rangerstation vorbei. Es war kurz vor der Dunkelheit und für mich war es die wohl letzte Möglichkeit von der Strasse wegzukommen. 
 

Kein Mensch da. Ich passierte das Schild „no public acces“ und fragte mich schon, ob das bei den Amis so eine schlaue Idee ist, das Schild zu ignorieren. Ein Glück tauchte ein Park Ranger auf und erlaubte mir hinter einem der Häuser zu zelten. Doch am nächsten Morgen kam plötzlich sein Kollege und war alles andere als begeistert über meine Schlafplatzwahl.

 

„Ich habe doch gestern mit dem anderen Ranger gesprochen, er weiss doch, dass ich die Nacht hier gezeltet habe.“ Sagte ich zu ihm in einem fragenden Ton. Woraufhin er meinte: „Ja, ich weiss.“
 

„Haben Sie Waffen?“ fragte er mich als erstes. Woraufhin ich ihm mit einem Grinsen antwortete: „Ich bin Deutsche Staatsbürgerin, wir Deutschen brauchen keine Waffen.“ „Sie haben das Schild – no public access – doch gesehen, warum sind Sie an dem Schild vorbei gefahren?“

 

„Das habe ich doch schon erklärt, weil ich mit dem Rad unterwegs bin und nirgendswo eine Möglichkeit gesehen habe von der Strasse wegzukommen, oder würden Sie über einen Zaun klettern?“
 

„Nein, das würde ich nicht, aber das wäre besser gewesen als hier illegalerweise das Betreten verboten Schild zu ignorieren.“
 

„Ich hatte durch meine gute Erfahrung, die ich mit Rangern in Australien gemacht habe, niemals erwartet, dass es hier an der Ranger Station ein Problem geben könnte. Zudem ich ja von ihrem Kollegen eine Erlaubnis bekommen habe hier zu zelten“, versuchte ich die Situation zu retten. „Sie sehen ja ich hinterlasse keinen Dreck, ich habe nichts kaputt gemacht und ich habe niemanden gestört und in 5 Minuten bin ich wieder auf der Strasse“. 
 

„Hier leben Frauen und Kinder und die haben sich die Nacht über unsicher gefühlt weil hier jemand Fremdes gezeltet hat.“ 
 

Am liebsten hätte ich zu ihm gesagt, man Kerl bleib locker. 
 

„Den Ausweis“. 
 

Als er nach einer Weile aus dem Auto zurück kam und mir den Pass zurück gab konnte ich mir nicht verkneifen ihn zu fragen, ob ich denn nun als Kriminelle registriert bin. 
 

Da musste selbst er lachen und am Ende war er sogar richtig freundlich und fragte ob ich Wasser bräuchte.
 

Das habe ich nun schon öfters feststellen müssen. Am Anfang sind die Leute meistens erstmal skeptisch mir gegenüber vor allem wenn ich ihrem Privatbesitz zu nahe komme. Allermeistens ist es aber dann so, sobald sie Sicherheit gewonnen haben, sind sie sehr freundlich und hilfsbereit. Doch die Grundskepsis ist leider sehr auffallend. 
 

Ich ass in einem kleinen Cafe ein paar Chicken Fingers mit Pommes und war umgeben von lauter Jägern die sich über ihre Heldentaten unterhielten.

 
Vor der Türe standen die Autos mit erlegten Hirsche auf der Ladefläche der pick-ups. Vor der Türe hing ein Schild: Keine Waffen erlaubt.


 

Ich versuchte an dem gleichen Tag noch einmal mein Glück und verliess die Teerstrasse und bog auf eine Waldstrasse ab. Alles schien deutlich trockener zu sein, kein Wunder ich war mittlerweile sicherlich 800 Höhenmeter tiefer.

Kaum später rannte mir eine Hirschfamilie fast ins Rad hinein und ich war völlig erstarrt und glücklich zugleich so etwas einzigartiges erleben zu dürfen und dachte im Stillen zurück an die erschossenen Tiere vom Parkplatz und fragte mich, wie um alles in der Welt bringt ein Mensch es fertig ein so wunderschönes Tier zu erschiessen.

Am gleichen Abend erlebte ich einen gigantischen Sonnenuntergang mit einem sensationellen Blick von einem Canyon in eine wunderschön bewaldete Ebene hinein.

Der Wind tobte entlang des Abgrunds und mir froren die Finger fast an der Kamera fest, aber den Moment wollte ich unbedingt festhalten. Es war einfach bezaubernd.

Am nächsten Tag passierte ich die letzten Schneereste und wagte mich erneut auf den Arizona Trail und suchte mir wohl die schwierigste Einstiegsstelle überhaupt aus. Doch wenn sich Heike was in den Kopf gesetzt hat, dann will sie das unbedingt durchziehen.
 

Doch sicher ob das so eine schlaue Idee ist, war ich mir leider auch nicht mehr. Passage 27 war als die schwierigste Passage des ganzen Weges beschrieben. Aber es war trocken, es gab somit erstmal keinen Grund es nicht zu versuchen.

Brutal steil und völlig verblockt ging es den Abgrund ins weite Tal hinunter.

Von dort unten dann von einer Katastrophe in die Nächste. Der Pfad führte quer am Hang des Canyons entlang. Oftmals brutal steil hoch und dann kurz darauf wieder brutal steil nach unten, bis zum nächsten kleinen Wasserlauf. Wie man sich wahrscheinlich denken kann, ging es dann sofort wieder hoch und gleich wieder runter. Pausenlos.

Dazwischen lagen Bäume quer über dem Weg, viele verblockte Stellen und ich musste zig-Mal ab und wieder aufladen und lief die Wege dreimal. Zweimal mit den Taschen in den Händen und einmal mit dem Rad. Es war schon echt eine Tortur.

Doch die Landschaft war grandios und somit genoss ich es trotz allem in vollen Zügen.

Natürlich war ich wie immer ganz alleine unterwegs und das macht es besonders spannend. Doch vorwärts kam ich wiedermal überhaupt nicht. Ich zeltete direkt neben dem Trail, sass wieder am Lagerfeuer, hörte wie immer die Kojoten, hörte aber auch Schüsse im Wald.

 

Es ist Jagdsaison, doch wunderte ich mich warum man im stockdunkeln auf die Jagd geht? Es ist ja schon des öfteren passiert, dass sich Jäger gegenseitig ausversehen abgeschossen haben und ich hoffte innerlich, dass die Leute rechtzeitig erkennen, dass ich Mensch und kein Tier bin.

Ich hatte 1,5 Tage für etwa 12 Meilen gebraucht und entschied mich am  erstmöglichen Ausstieg auf eine Forststrasse auszuweichen. Es machte leider wirklich keinen weiteren Sinn mehr auf dem Teilstück des Trails zu bleiben. 
 

Ich war fix und fertig, doch war ich auch völlig beeindruckt von der gigantischen Landschaft, die mich umgab und wollte einfach noch nicht aufgeben.

Auf der Fortstrasse traf ich dann auf die ersten Jäger. Eine Gruppe posierte gerade mit dem Kopf eines Hirsches vor der Kamera. Ich find sowas einfach widerlich. Nach ein paar Tagen Erholung stand Passage 26 an und ich startete kurz vor Sonnenuntergang um einen sicheren Platz zum zelten zu haben. Der Pfad war zwar bedeutend besser, aber trotz allem kam ich nur schiebend vorwärts.

Die Sterne waren in dieser Nacht besonders beeindruckend. Mein Feuer wärmte mich wie immer, überall raschelte es, doch wusste ich hier kommt sowieso niemand vorbei gestolpert.
 

Der Weiterweg war als Wildnisgebiet ausgewiesen und für Radfahrer gesperrt, doch gab es eine Ausweichempfehlung der ich versuchte zu folgen. Leider fand ich erstmal den Abzweig nicht. Es gab schlichtweg keinen Pfad wie er in meiner Karte eingezeichnet war. Einige Zeit später fand ich endlich Reifenspuren, folgte ihnen und fand dadurch den Einstieg um auf die Radlerroute zu kommen.

 
Der usprünglich gut zu erkennende und gut ausgeschilderte Arizona Trail ging in ein überwuchertes Nichts über. Doch ich kam weiter, langsam aber sicher und endete  irgendwann an einem Privatgrundstück und wurde dort etwas kritisch begutachtet.

Doch man wies mir den Weg und irgendwann war ich wieder auf einer Teerstrasse, bog aber wieder auf eine Forstrasse ab und landete irgendwo bei Kühen und Matsch. Rüttelpisten und Kuhfladen. 
 

Kurz vor Payson entschied ich mich schweren Herzens das Abenteuer Arizona Trail zu beenden. Es macht mit einem schweren Reiserad einfach keinen Sinn. Doch war ich froh über das riesen Erlebnis und habe ganz sicher keine Minute davon bereut.

Aufs ins nächste Abenteuer – das Kaktusland steht an – die Landschaft wird sich von nun an stark verändern.  Ich freu‘ mich riesig drauf.

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

 

Teilen
Twittern
+1
Pin