Küche + Reviews

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Nov 20, 2016

 Ich bin nun seit 3,5 Jahren in der Welt unterwegs und habe bisher mit Gaskochern und auf dem offenen Feuer gekocht. Hier nun meine Erfahrungen mit meiner Kochausrüstung.

Ich möchte Euch auch zeigen was ich neues habe um in Lateinamerika über die Runden zu kommen.

Wie koche ich? Mein Kochset für die Fahrradweltreise

Meine Gedanken zu Gaskochern allgemein

Pros:

  1. Die meisten Gaskocher brennen ruhig und gleichmässig und ich habe sie immer im Vorzelt benutzt.
  2. Gas bedeutet super schnelles kochen – es gibt nichts nervigeres als wenn nach einem langen Tag auf der Strasse das Kochen ewig dauert.
  3. Sauber – keine dreckigen oder riechenden Hände. Keine schwarzen Töpfe

Cons:

  1. Es gibt leider einige Ecken auf dieser Welt, in denen man schlecht an Gaskartuschen kommt.
  2. Gaskartuschen sind leider nicht wiederbefüllbar und dadurch nicht sonderlich umweltfreundlich
  3. Die kleinen Gaskartuschen kosten etwa 5 Euro das Stück. Wenn ich sparsam koche hält eine Kartusche etwa 2 Wochen. Das heisst aber Haferschleim zum Frühstück und Reis oder Nudeln zum Abendessen.

Auf dem Feuer kochen

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Nov 20, 2016

Ich liebe es auf dem Feuer zu kochen, doch manchmal dauert es zu lange um damit ein schnelles Essen zuzubereiten. Entweder es gibt nicht genug Holz oder Lagerfeuer ist verboten. Wenn es nass ist oder es geschneit hat kann es richtig frustrierend sein bis das Holz mal brennt.
Manchmal ist es nicht besonders schlau gesehen zu werden, denn Feuer ist weit sichtbar. In Städten und trockenen Höhenlagen ist es schwierig ein richtiges Feuer zum Laufen zu bringen.
Sich nur auf das Lagerfeuer als Kochmöglichkeit zu verlassen ist sicherlich brenzlig für eine Weltreise mit dem Rad, doch weiss ich von einer Frau, die es gemacht hat. Barbara Graf

Benzinkocher

Ich hatte insgesamt 3 MSR Whisperlites in den letzten 10 Jahren und keiner hat richtig funktioniert. Zudem mag ich den Geruch nicht und die Benzinfinger auch nicht. Ich glaube auch nicht, dass es sonderlich gesund ist, immer dem Benzin ausgesetzt zu sein.
Für mich ein klares Nein zu Benzinkochern.

MSR Stowaway Topf 0,8 l

Zuerst hatte ich zwei Töpfe, doch nach 3 Jahren wurde es Zeit einen davon zu entsorgen. Es geht auch ganz locker mit einem Topf.

Pros:

  • Den MSR stowaway 0.8L finde ich klasse. Er schliesst leider nicht komplett ab, sollten Eure Reste im Topf viel Feuchtigkeit haben kann die Flüssigkeit ausdringen. Trockene Essensreste dagegen kann man damit sehr einfach im Gepäck verstauen.
    Der feste Verschluss hält auch Insekten davon ab ins Essen zu laufen, sollte man vom Abendessen fürs Frühstück etwas übrig lassen wollen, auch wenn man als Radler natürlich das Meiste eh gleich aufgegessen hat 😉
  • Aus Stahl – somit kann man damit prima auf dem Feuer kochen.
  • Billig. Ca.15 Euro
  • Hält ewig

Cons:

  • Man kann durch den speziellen Verschluss keine zwei Töpfe ineinander stellen.
  • Eine Gaskartusche passt nicht rein.
  • Schwerer als Titanium oder Aluminium Töpfe
Man kann den Topf auch für „Topf-in-den-Baum-werfen“ verwenden um damit in Bärengebieten um die Runden zu kommen. Hier mein video  wie das geht 😉
Ich benutze einen ganz normalen Löffel und eine Stahltasse. Die Tasse werde ich evtl. wieder über Bord schmeissen, falls ich noch mehr an Gewicht sparen muss. Eine Tasse ist angenehm, aber nicht wirklich wichtig.
Als Messer benutze ich ein Multi-Tool Victorinox – ein tolles Werkzeug für alle Gelegenheiten, auch wenn es etwas schwer ist. 288g

Snow Peak LiteMax Titanium Gaskocher

Ich benutze den Snow Peak nun seit 9 Monaten und finde den einfach super.

Pros:

  1. Extrem leicht und kleines Packvolumen.
  2. Ich habe den Kocher mit den unterschiedlichsten Gaskartuschen verwendet und nie Probleme gehabt.
  3. Funktioniert auch noch prima bei -10 Grad
  4. Ich benutze ihn auch im Vorzelt, weil er ruhig und gleichmässig brennt.
  5. Man kann die Flamme leicht regulieren.

Cons:

  1. Teuer – um die 80 Euro
Mit dem MSR Rocket Pocket hatte ich mit mehreren Gaskartuschen Probleme. Einmal war ich sogar im Zelt fast in Schwierigkeiten gekommen, weil plötzlich aus dem Schraubgewinde Gas strömte und sich eine hohe Stichflamme ergab.

Eine Nacht lies ich die Kartusche aus Versehen angeschraubt am Kocher und am nächsten Morgen war alles Gas entwichen.

Ich kann diesen Kocher nicht empfehlen.

Den ganzen Weg von Deutschland in die USA war ich mit dem Edelrid Kiro Ti Gaskocher unterwegs, der einfach nur klasse war. Leicht, gleiche Qualität wie der Snow Peak, zudem billiger. Er war in den USA nicht erhältlich, sonst hätte ich ihn mir wieder gekauft.
Ich suche noch immer nach dem richtigen Windschutz für meinen Kocher. Den Windschutz, den ich am Anfang hatte ging mir verloren und seitdem habe ich leider keinen mehr gefunden, der klein, leicht, stabil und effizent ist.

Tauchsieder

Um eine zusätzliche Option zu haben um mal eben schnell Wasser zu erhitzen, habe ich mir einen 10$ Tauchsieder gekauft. Ich benutze ihn in Unterkünften, vor oder in öffentlichen Gebäuden und einfach überall wo es eine Steckdose gibt. Ich kann mir damit nicht nur ein heisses Getränk kochen, sondern auch das Nudelwasser vorheizen.
Leider kann man damit nicht richtig kochen. Er ist leicht und einfach zu benutzen.

Was ist neu?

Um mal was neues auszuprobieren und besser vorbereitet zu sein für Gegenden, in denen ich nicht an Gaskartuschen komme, möchte ich ab sofort eine Kombination aus Holzkocher und Alkoholkocher verwenden.

Um sicher zu gehen auch weiterhin ein heisses Gericht zu bekommen, werde ich den Gaskocher aber noch eine Weile behalten bis ich genau einschätzen kann wie das mit den beiden neuen Brennstoffen klappt.

Ich habe mich auf Anhieb in den Picogrill 85 Holzkocher verliebt.

Pros:

  1. Leicht, kleines Packmass
  2. Das Anzünden des Feuers geht richtig schnell
  3. Es macht richtig Spass damit zu kochen
  4. Holz kostet nichts und man findet es fast überall. Vor allem mit dem wenigen Holz das man braucht um den Kocher am Laufen zu halten.
  5. Hinterlässt kaum Asche oder Brennflecken am Boden – kleiner Fussabdruck

Cons:

  1. Man kann den Kocher nicht im Zelt oder im Haus verwenden
  2. Dreckiger Topf – dreckige Hände
  3. Die Klamotten riechen nach Lagerfeuer – ich liebe das!
  4. Teuer – 60 Euro
  5. Es dauert einige Minuten länger bis das Wasser kocht als mit einem Gaskocher
Das ist mein erster sehr positiver Eindruck des Picogrills 85 in meinem Testvideo.

Trangia Alkoholkocher mit einem selbst gebastelten Topfstand.

Pros:

  1. Klein und leicht
  2. Der Trangia ist billig – 15 Euro
  3. Ausser in Muslimischen Gebieten kommt man recht einfach an Alkohol

Cons:

  1. Ohne den kompletten Trangiakocher – also nur der Kocher selber wie ich ihn verwenden möchte, ist es eher nicht ratsam im Zelt zu kochen und das ist leider sehr schlecht
  2.  Je nachdem wieviel Vorrat man braucht kann Alkohol schwer sein
  3. Das Wasser zum kochen zu bringen dauert länger als mit Gas
  4. Man braucht etwas Praxis
Das sind meine ersten Gedanken und Infos die ich über den selbstgebastelten Topfstand geben kann

Alle meine Tests zeigen Euch meine ehrliche Meinung. Selbst wenn ich Ausrüstung gesponsort bekommen habe, werde ich Euch eine ehrliche Auskunft über das Produkt geben. Wer meinen Blog kennt, weiß dass Ehrlichkeit zu meiner Lebensphilosophie gehört.

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